Gemeinde Ganderkesee informiert über kommunale Wärmeplanung
Ganderkesee (05. März 2025) – Laut Niedersächsischem Klimagesetz soll das Land bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden. Aus diesem Grund erstellt derzeit ein Fachbüro eine Kommunale Wärmeplanung für die Gemeinde. Laut Klimaschutzmanager Lars Gremlowski beschreibt diese Planung einen Weg, wie die Wärmewende hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung in der Gemeinde gelingen kann. Aufbauend auf einer Analyse der lokalen Potenziale verschiedener nachhaltiger Wärmequellen, wurden dazu erste Ansätze zur Umsetzung entwickelt. Diese Maßnahmen und das Konzept der Wärmeplanung sollen im Mai vom Gemeinderat beschlossen werden.
Gremlowski betont, dass sich aus den Ergebnissen zum jetzigen Zeitpunkt für Besitzerinnen und Besitzer von Eigenheimen sowie für Unternehmerinnen und Unternehmer keine direkten Handlungsoptionen, aber auch keine Verpflichtungen ableiten lassen. Die konkreten Regelungen für alle, die neu bauen oder deren bisherige Heizung zum Austausch ansteht, lege das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fest. Um über den Prozess der Kommunalen Wärmeplanung zu informieren und zudem aufzuzeigen wie die Wärmewende im Eigenheim gelingen kann, lädt die Verwaltung für Mittwoch, 19. März 2025, 18 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung in den Sitzungssaal des Rathauses (Mühlenstraße 4) ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im ersten Teil der Veranstaltung wird Patrick Nestler von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen über die Kommunale Wärmeplanung und den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung referieren. Neben Sinn und Zweck der Planungen und der Aufgabe der Gemeinde wird Nestler insbesondere erläutern, welche Bedeutung sich hieraus für Eigenheimbesitzer ergibt. Ein Wärmeplan kann grundsätzlich Möglichkeiten für künftige Projekte aufzeigen, erläutert Gremlowski, jedoch liefere er keine konkreten Aussagen darüber, in welchen Wohnsiedlungen potenziell Wärmenetze entstehen könnten. Ebenso sei aktuell auch nicht absehbar, dass die Gemeinde einen Anschluss- und Benutzungszwang für einzelne Wohngebiete erhebe. „Selbst wenn dies einmal der Fall sein sollte, sind Ausnahmen wie beispielsweise das Vorhandensein einer Wärmepumpe zulässig.“
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird Markus Pape, Gebäudeenergieberater aus Hude, über Möglichkeiten der energetischen Sanierung des Eigenheims berichten. Der Fokus seines Vortrages ist auf die Wärmewende im Eigenheim und somit auf die Heizungstechnik, insbesondere auf Wärmepumpen, gerichtet. Ebenso wird er auf Fördermöglichkeiten eingehen.