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Minister eröffnet „goTube“ am Campus Emden

Die „goTube“ an der Hochschule Emden Leer wird am 14. März offiziell durch Minister Falko Mohrs eröffnet.

Emden (19. Februar 2025) – Die Erforschung der Hyperloop-Technologie an der Hochschule Emden/Leer macht entscheidende Fortschritte: Am Freitag, 14. März, wird die neue „goTube“-Teströhre auf dem Emder Campus vom niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, offiziell eröffnet. Damit ist der Weg für neue technologische Erkenntnisse geebnet, die die Forschungsarbeit auf diesem Gebiet auch überregional voranbringen können.

Mit Entwicklungsprojekten und Messungen in der Niederdruckröhre wird sich das Team des hochschuleigenen Hyperloop-Instituts auf verschiedene technische Aspekte konzentrieren und damit spannende Praxiseinsichten für die Studierenden im eigenen Haus ermöglichen, aber auch wichtige Erkenntnisse für die gemeinsame Forschungsarbeit mit den europäischen und internationalen Partnern teilen. „Mittlerweile gibt es europaweit ein großes Interesse daran, die Hyperloop-Technologie voranzubringen“, so Prof. Dr.-Ing. Thomas Schüning, der das Institut gemeinsam mit Prof. Dr. Walter Neu leitet. So hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im vergangenen Jahr ihren Verkehrskommissar damit beauftragt, „eine Strategie zur Förderung und Entwicklung von hochmodernen Technologien wie Hyperloop vorzuschlagen“, um Europa eine Führungsrolle bezogen auf innovative Verkehrskonzepte der Zukunft zu ermöglichen.

Hinter dem Hyperloop-Transportsystem verbirgt sich eine Technologie, bei der eine Transportkapsel, auch Pod genannt, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 700 Stundenkilometern durch eine Niederdruck-Röhre befördert wird. Ermöglicht wird dies durch Magnetschwebetechnik. Mit der in Lathen befindlichen Testinfrastruktur für Magnetschwebetechnik bietet sich eine Perspektive für ein zukünftiges europäisches Technologie- und Zertifizierungszentrum des Hyperloops.

Bei der 27 Meter langen Stahlröhre „goTube“ mit einem Durchmesser von 1,6 Metern liegt der Fokus in Emden auf Antriebstechniken, Vakuumtechnik, der thermischem Stabilität von Systemkomponenten sowie Materialeigenschaften. Die Forschungsinfrastruktur ermöglicht eine Vielzahl von Technologieentwicklungen und Validierung für Logistikanwendungen. Studierende werden intensiv in die Weiterentwicklung der Hyperlooptechnologie eingebunden. „Diese in Deutschland längste Forschungsinfrastruktur wird es uns ermöglichen, unsere Forschungsaktivitäten auf ein neues Niveau zu heben und damit weitere innovative Projekte zu initiieren“, so Prof. Dr. Walter Neu.

Weblinks:

  • https://www.hs-emden-leer.de/