Prof. Dr. Marco Rimkus wird neuer Hochschulpräsident
Emden (03. April 2025) – Prof. Dr. Marco Rimkus wird im Herbst die Stelle des Präsidenten an der Hochschule Emden/Leer antreten. Er folgt damit auf Prof. Dr. Gerhard Kreutz, der das Amt seit 2011 innehatte.
Nach einem mehrstufigen Auswahlprozess, der bereits seit Herbst letzten Jahres lief, hat sich der Senat der Hochschule Emden/Leer in der vergangenen Woche für Rimkus als neuen Präsidenten der Hochschule Emden/Leer ausgesprochen. Im Rahmen einer hochschulöffentlichen Anhörung hatten sich die Bewerberinnen und Bewerber um das Präsidentschaftsamt vorgestellt. Anschließend votierte der Senat in seiner Sitzung am 28. März für Prof. Dr. Marco Rimkus. Eine Entscheidung, die noch am selben Tag auch vom Hochschulrat positiv bestätigt wurde.
Die Entscheidung wurde bereits an das zuständige Fachministerium weitergeleitet und liegt dort zur abschließenden finalen Bestätigung vor. „Wir freuen uns darauf, unter der künftigen Präsidentschaft von Prof. Dr. Marco Rimkus die erfolgreiche Entwicklung der Hochschule weiter voranzutreiben, so Birte Engelberts die Leiterin des Präsidialbüros.
Der Ablauf des Verfahrens für die Besetzung der Position eines Hochschulpräsidenten ist im Niedersächsischem Hochschulgesetz (NHG) genau festgelegt. Für dieses Amt kann laut NHG vorgeschlagen werden, wer nach dem Hochschulabschluss mindestens fünf Jahre in einer Stellung mit herausgehobener Verantwortung in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft, Verwaltung oder Rechtspflege tätig war. Die Ernennung erfolgt in einem Beamtenverhältnis auf Zeit für eine Amtsdauer von sechs und bei Wiederwahl von acht Jahren.
Rimkus stammt gebürtig aus Schleswig-Holstein. Der 54-Jährige war als gelernter Bankkaufmann nach einer erfolgreichen Karriere bei der HypoVereinsbank unter anderem als Manager und Berater für internationale Projekte im Bereich der Finanzsektorentwicklung verantwortlich. Ferner leitete er das Kompetenzcenter Privatwirtschaftsförderung der KfW Bankengruppe. Sein akademischer Werdegang umfasst einen Bachelorabschluss der University of Central Lancashire in Großbritannien, einen Abschluss zum Diplom-Ökonom an der Universität Lüneburg sowie eine Promotion zum Doktor der Wirtschaftswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum.
Nach seinem Ruf als Professor für Betriebswirtschaftslehre an die Business School Berlin kam Rimkus im Jahr 2016 für die Besetzung der Professur für Personal- und Organisationsmanagement an die Hochschule Emden/Leer. In dieser Funktion wurde er 2019 als „Teacher of the Year“ ausgezeichnet. 2021 wurde der Professor vom Senat der Hochschule zum Vizepräsidenten für Studium und Lehre gewählt und 2023 in diesem Amt bestätigt. In dieser Funktion ist er seither für alle Bereiche des Studiums und der Lehre, für die Weiterentwicklung der Studienangebote, die Qualität der Lehre sowie für Angelegenheiten der hochschuldidaktischen Weiterbildung zuständig.
Weiterhin ist Rimkus Vorsitzender des Anti-Diskriminierungsrates der Hochschule und Co-Gründer des Instituts für Mindfulness & Purpose. Darüber hinaus ist der 54-Jährige Alumnus der Stiftung der deutschen Wirtschaft und begleitet als Mentor Schülerinnen und Schüler im Studienkompass. Das Programm wurde ins Leben gerufen, um einen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu leisten. Rimkus ist zudem Alumnus des Bündnisses LehreN, eine durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Initiative zur Entwicklung der Hochschullehre. Im Jahr 2020 wurde er für sein Projekt „Kompetenzanforderungen aus Sicht des Arbeitsmarktes“ ausgezeichnet. Zu seinen umfangreichen Fortbildungen und Zusatzqualifikationen gehören unter anderem eine Ausbildung in Mediation & Konfliktmanagement an der Universität zu Köln sowie eine Zertifizierung als Design Thinking Coach am Hasso-Plattner-Institut.
Die Amtszeit von Prof. Dr. Marco Rimkus beginnt am 1. September 2025. Prof. Dr. Gerhard Kreutz, der das Amt seit 14 Jahren an der Hochschule ausgeübt hat und große Fußspuren hinterlässt, verabschiedet sich Ende August in den Ruhestand. „Wir freuen uns, dass die Nachfolge gut geregelt werden kann und wir eine Führungspersönlichkeit mit Innovations- und Gestaltungswillen für das Amt des Präsidenten gewinnen konnten“, so Engelberts.
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